Ein neues Heim
Nein, kein tatsächlicher Umzug, aber ein virtueller. Nach langem Hin und Her mache ich nun endlich Nägel mit Köpfen und werde meinen eigenen Server, den ich derzeit bei Globe stehen habe, ein wenig umbauen.
Seit ich Xen kenne, war mir dabei klar, dass der neue Server irgendeine Form von Virtualisierung bekommen sollte. Jetzt am Wochenende wollte ich beginnen und stand erstmal wieder vor der Frage, welches Produkt denn nun einzusetzen sei?
Xen oder OpenVZ hieß es schließlich und ich habe mich nun für OpenVZ entschieden. Für meine Zwecke einer homogenen Serverlandschaft ist OpenVZ absolut ausreichend und bietet – so die verschiedenen Quellen – auch in Punkto Performance und Bedienbarkeit ein paar Vorteile gegenüber Xen.
Doch warum überhaupt eine Virtualisierung?
Ich denke mal die Geschichte meiner Jadzia ist ziemlich ähnlich dem, was mit anderen Servern passiert. Man richtet sich irgendwann mal einen dedizierten Server ein und mehr und mehr kommen neue Dienste auf die Maschine, bis sich schließlich Webserver, Mailserver, Nameserver und Telefonanlage (und das ist noch der günstigste Fall) auf ein und derselben Maschine tummeln.
Und damit beginnen die Probleme. Man nimmt sich vor an einem Abend mal ein Update des Systems zu machen. Pustekuchen. Nach fünf Stunden Arbeit funktionieren manche Pakete dann immer noch nicht wie sie sollen. Gerne und gerade passiert dies auch im Zusammenhang mit der Tatsache, dass man für ein bestimmtes Feature die neuesten Softwareversionen benötigt und die “instabilen” Pakete installiert. Dann darf man die eben genannte Zeit gerne verdoppeln…
Von der fehlenden Sicherheit natürlich ganz zu schweigen. Ich hänge zwar hinter einer prima Security-Appliance mit Firewall, IPS und dem ganzen Zipp und Zapp, aber Sicherheitslücken tauchen immer wieder auf und es ist wie in allen Lebenslagen ein Wettrennen zwischen Jäger und Gejagtem, dass das IPS eventuelle Angriffe erkennt. Kompromitiert nun ein Bösewicht meinen Server, bleiben alle Daten davon unberührt. DAS ist klasse
Wie gehe ich nun weiter vor?
Nun, da ich mitlerweile einen spitzen iMac mit Intel-Prozessor habe, habe ich den Samstag bereits damit verbracht ein neues Gentoo auf einer Parallels-VM einzurichten. Dort habe ich OpenVZ installiert und werden nun die jeweiligen Server einrichten. Ich denke die Vorgehensweise bekommt noch einen eigenen Blog-Eintrag.
Ich werde hoffentlich in den nächsten Tagen zwischendurch immer wieder Zeit finden über meine Fortschritte zu berichten, so dass hier eventuell auch ein kleines How-To entstehen kann, wie ich diesen Umzug gestalte.



April 29th, 2007 um 15:16
Hallo Commy,
und, hat das mit OpenVZ unter einer Parallels VM bei Dir funktioniert? Ich habe dasselbe probiert und bei mir funzt das Netzwerk nicht: Ich kann zwar aus der VE den HW per Netzwerk erreichen, aber leider nicht den Rest vom Netzwerk. Leider habe ich keine physikalische Kiste frei, um zu schauen, ob ich dort das gleiche Problem habe…