Projekt “Serverputz” – Der Plan

Ich habe es ja schon angedroht, ich werde mein Server-Projekt ein wenig mit dem ein oder anderen Beitrag dokumentieren. Doch bevor man sich an solch ein Projekt wagt, sollte man sich klar darüber sein, was und wie man es realisieren möchte.

Die Ausgangslage

Ein Server, mit ner Menge Dienste. Die wichtigsten sind Apache (Webserver), Bind (Nameserver), Postfix mit Amavis + Spamassassin (Mailserver) und Asterisk (Telefonie). Für den Server steht mir ein Netz mit fünf IP-Adressen zur Verfügung, die bereits sämtlich aufgebraucht wurden, für die verschiedenen Dienste + einer etwas älteren VMWare-Geschichte.

Der Server kann nicht geplättet und dann in Ruhe neu installiert werden, da sich – obwohl er überwiegend privat genutzt wird – doch einige wichtige Seiten und Dienste auf ihm befinden.

Ein Ersatzserver steht mir in erster Linie nicht zur Verfügung.

Der Plan

  1. Als Entwicklungssystem dient mir eine virtual machine innerhalb Parallels Workstation. Obwohl ich die VM zunächst dem Server möglichst gut anpassen wollte, hat sich in der Beschäftigung mit OpenVZ gezeigt, dass das grundlegende ziemlich egal ist, solange OpenVZ installiert und konfiguriert ist, da sich hinterher die einzelnen virtuellen Server rasch auf das endgültige System umziehen lassen.
  2. Das Grundsystem innerhalb Parallels wird installiert (in diesem Fall ein Gentoo 2006.0 mit den aktuellen OpenVZ-Quellen)
  3. Innerhalb OpenVZ werden die Virtual Environments (VE) eingerichtet. Nach dem aktuellen Stand werden dies eigenständige virtuelle Server für
    • DNS
    • Webserver
    • Mailserver + IMAP, POP3
    • Telefonie (Asterisk)
    • Storage (NFS-Server)
    • + eventuell Entwicklungsserver und Server für Freunde
  4. Die jeweiligen Server werden installiert und konfiguriert (Debian 3.1) und die entsprechenden Daten werden auf das Entwicklungssystem übertragen
  5. Da ich eine SDSL-Leitung mit 2 Mbit/s zuhause habe, wird das Entwicklungssystem für einen Zeitraum von ein paar Stunden die kompletten Serveraufgaben übernehmen (wenn alle Daten hochaktuell synchronisiert sind)
  6. der nun alte Server wird geplättet (Backup wird allerdings wohl noch weiterhin vorhanden sein) und mit einem minimalen Grundsystem versehen, so dass lediglich die OpenVZ-Systeme vorhanden sind.
  7. Die virtuellen Server werden auf den neuen Server migriert, das Routing der IP-Adressen von mir @home ins Rechenzentrum umgestellt.

Eigentlich schon eine ziemlich verrückte Idee, den Server unter einer VM nachzubilden, aber dafür sind die Dinger ja eigentlich da.

Mehr dann später.

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