Reisebericht Teneriffa

Ohje, hat das nun lange gedauert, aber es war einfach nicht schneller zu bewerkstelligen und so musstet ihr euch nun so lange gedulden, bis ich endlich Zeit gefunden habe, euch ein wenig zu erzählen, wie der Urlaub auf Teneriffa war und was wir alles erlebt hatten. Viel Spaß dabei…

Ich habe mir überlegt, dass es wohl zu umfangreich werden könnte, wenn ich das komplette Reisetagebuch in einen Artikel packen würde. So werde ich euch die nächsten sieben Tage mit einem täglichen Artikel erfreuen, wie unser Urlaub auf den Kanaren war.

30. Januar 2008

Die schönste Zeit des Jahres beginnt meistens mit einem verschlafenen und tapsigen Gang zum Waschbecken, um sich die Zähne zu putzen. So auch bei uns. Da wir von Stephanies Eltern eingeladen wurden, flogen wir ab Dresden mit Air Berlin nach Teneriffa. Das bedeutete, einen Tag vor Abflug bereits von Münster nach Meißen fahren und die letzte Nacht dort verbringen.

So nutzten wir den Service des Vorabend-Check-Ins um unser Gepäck bereits am Flughafen abzugeben. Ein verwaister Check-In-Schalter sagte genug, um zu wissen, dass wir am nächsten Morgen an sehr langen Schlangen vorbei direkt in die Sicherheitskontroille gehen konnten.

Natürlich musste man neuerdings einige Dinge besonders beachten. Über den Sinn und Unsinn dieser Regelungen bezüglich Flüssigkeiten kann man nun vortrefflich streiten. Meine Meinung ist da entsprechend festgelegt. Nachdem Mikko im Bett und wir von der langen Autofahrt K.O. waren, ging es zeitig ins Bett. Schließlich war der Aufbruch am nächsten Morgen gegen 4 Uhr geplant, da man ja trotzdem noch einiger Zeit für die Sicherheitskontrollen einzuplanen war, um dann gegen 6 Uhr das Flugzeug betreten zu dürfen.

Bei den Kontrollen zeigte sich aber auch, wie diese Regelungen, die ja nun schon seit einiger Zeit bestehen, offenbar noch nicht bei allen angekommen waren. So flogen durchaus einige Behälter mit Flüssigkeiten in bereitgestellte Mülleimer.

Das die Sicherheitskontrollen noch verbesserungswürdig waren, zeigte sich, als unser Handgepäck durchleuchtet wurde. Trinkflaschen und Medikamente samt Kühlakkus mit mehr Inhalt als der erlaubten Menge weckten kein Misstrauen und auch Mikkos Babynahrung wurde nach einer kurzen mündlichen Nachfrage seitens des Sicherheitspersonals nicht weiter untersucht. Dafür wurde aber (wie jedes Mal) die Spiegelreflexkamera von Stephanies Vater ausgesaugt. Prima, dann ist die Kamera für den Urlaubsalltag ja gerüstet.

Kurz vor dem Boarding zeigte sich dann mal wieder der erstaunliche Herdentrieb der Menschen. Natürlich stellten sich die Urlauber nicht erst an, als sie aufgerufen wurden. Natürlich hatte sich bereits eine mehrere Meter lange Schlange gebildet, als sich jemand hinter den Schalter stellte, der auch nur im entferntesten nach Airline-Mitarbeiter aussehen könnte. Frei nach dem Motto “die werden nicht ohne uns fliegen, jeder hat seine Platzkarte” warteten wir also gemütlich auf den Warteplätzen. Ein kleines Schmunzeln konnten wir uns nicht verkneifen, als sich die Schlange ein wenig lichtete, da zunächst nur der hintere Teil des Fliegers zum Einsteigen aufgefordert wurde.

Lange Rede kurzer Sinn; Nachdem wir alle unseren Platz hatten (wir saßen mit Mikko in der ersten Reihe, auch wenn Mikko dann für das Bettchen leider etwas zu schwer war), setzte sich der Flieger nach ein paar Minuten in Bewegung und Mikko startete zu seinem ersten Flug. Gute Vorbereitung war auch hier das A und O und so nuckelte Mikko während der Start- und Landephasen an seinem Schnuller, da man ihm ja schlecht schon etwas von Druckausgleich usw. hätte erzählen können.

Über den Wolken genossen wir ein kleines Frühstück und bekamen einen ersten Eindruck der Kanaren, als der Flieger einen Zwischenstopp auf Cran Canaria machte um dort einige Passagiere aussteigen und einige für den Rückflug nach Dresden einsteigen zu lassen. Nach einem kleinen Hupfer auf die andere Insel waren wir schließlich am Ziel angelangt.

Beim Ausstieg aus dem Flugzeug wehte uns dann direkt der warme und berühmte Sahara-Wind entgegen. Unser Gepäck war relativ schnell gefunden (ein wenig Sucherei verursachte der Kinderwagen, der als Sperrgepäck aufgegeben worden war) und nachdem auch mit dem Mietwagen alle Formalitäten geklärt worden waren, machten wir uns auf die Suche nach unserem Ferienhaus.

Zunächst mussten wir vom Flughafen im Süden der Insel über die Schnellstraße nach Norden. Icod de los Vinos sollte für die nächsten sieben Tage unser Aufenthaltsort sein. Den Ort fanden wir auch, doch die Wegbeschreibung zu unserem Ferienhaus war etwas komplizierter und so irrten wir einige Zeit in kleinen Gassen herum, bis wir die Beschreibung dann doch mit dem, was wir sahen, vergleichen konnten und dann nach kurzer Zeit am Ziel waren.

Wir sollten uns dann beim Besitzer des Hauses melden. Doch der ging nicht ans Telefon. Also über die Agentur probieren. Treffer, jemand kommt kurzfristig vorbei uns leitet und mit Schlüssel zum Ferienhaus. Doch dann war auch der Besitzer dort und führte uns zu unserem Erstaunen zu seinem Nachbarhaus. Wir standen die ganze Zeit vor unserer neuen Bleibe.

Sofort wurde das Haus inspiziert und man kann sagen, wir hätten es nicht besser treffen können. Eine alte, restaurierte, spanische Finca sollte für die nächsten Tage und Nächte unsere Behausung sein. Die Räume waren schnell verteilt und Mikko staunte über die große Badewanne im Garten (Pool).

Doch zunächst wollten die Vorräte aufgefüllt werden und so machten wir uns wieder herunter in den Ortskern um einen Supermercado zu testen, der uns bei der Fahrt hinauf schon aufgefallen war. Von außen wirkte der Supermarkt recht klein, war aber doch recht groß und übersichtlich geordnet. Und so konnten wir dort alle Dinge einkaufen, die wir für das leibliche Wohl benötigten.

Wieder zurück wurden dann ein paar Fische auf den Grill geschmissen und der erste Tag langsam beendet.

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